Metallica
Die CD im Auto heizte unsere Vorfreude bis auf das Maximum an, so das wir an leicht örtlicher
Orientierungslosigkeit litten, in der Erfurter City. "Ups, dass war ja keine Straße, sondern die Straßenbahngleise..."
Entsetzt starrende Gesichter der wartenden Menschen an der Haltestelle schüttelten fassungslos mit dem Kopf, als ihnen
ein Auto -DD-Nr.Schild- laut dröhnend mit "Sad but True" bald über die Füße fuhr.
Mit einer Filmreifen Kehrtwende ging es ab zur Halle. Menschenmassen
schmiegten sich an Glühwein- und Bierstand zur Halle vor, wo uns laut und
deutlich klar gemacht wurde, das alles was Nieten hat bei Mutti bleiben
sollte. Schnell war das Halsband auch gleich versteckt
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Drängelnder Weise ging es ab in die Halle, wo wir mit einem 0,5l Bier bewaffnet einen der besten Standplätze ergattern konnten.
Nach längerem Warten und sinnlosen Gesprächen ertönten für klein Lynnie bekannte Töne. "I stand alone" - Ha, die kannt ich doch!
Richtig, Godsmack, sie waren die Anheizer von Metallica. Von den Metal-Klängen mitgerissen,
grölten wir die Lieder mit und als der Zeitpunkt kam, wo Drummer und Sänger ein Battle an Schlagzeug und Bongos fabrizierten,
tobte die Masse.
Zu guter Letzt kam der Sänger zu uns rüber und zeigte auf meine Freundin und mich,
dann schoss er die Drumsticks zu uns hinüber, aber verfehlte uns um einen Meter.
Wild gestikulierend machte er demjenigen, der sie gefangen hatte, begreiflich uns die Teile zu geben.
Aber NEIN, der schoss sie hinter sich und der Sänger schüttelte nur noch den Kopf. Würd
mal sagen, blöd gelaufen für uns
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Eine halbe Stunde später und reichlichen Umbauarbeiten kamen endlich die Helden der Nacht auf die Bühne.
Klar, nicht ohne dem Intro. Sie kamen auch gleich zur Sache. Die Saiten der E-Gitarren wurde
überstrapaziert und
und die Drums mussten auch ne Menge aushalten. So wie wir, die Masse schob
sich nach vorn und wir wurden gegen die Absperrung vor uns gepresst. Was
meiner Freundin nun gar nicht gut bekam. In der Hälfte des Konzertes drohte
sie schlapp zu machen. Kleiner Tipp: Trinkt vor solchen Events reichlich
Flüssigkeit, ausgenommen von Alkohol und Kaffee!
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Nun hatten die Securitys bei uns ein besonderes Augenmark auf sie geworfen, doch letztendlich hatten sie uns in Ruhe
gelassen und sie nicht raus gezogen. Neben neuen Songs vom "St. Anger-Album", kamen auch ältere Songs, wie "One",
"Enter Sandman", "The Unforgiven", "Master of Puppets" und natürlich "Sad but True".
Lars konnte es wirklich nicht lassen und verausgabte sich mal wieder an seinem Lieblingsinstrument und brachte die Menge zum ausrasten.
Alles im allem war es mit einer der besten Konzis die wir erlebt hatten und waren froh mit dabei gewesen zu sein.
Glücklich und völlig KO, ging es im strömenden Regen nach Hause...